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Presse- und Medienberichte


 

 

 

Opfer erkennt Angeklagten nicht als den Räuber wieder

Bonner Landgericht spricht 36-Jährigen frei

Von Rita Klein

Troisdorf-Sieglar. So wie es aussieht, wird der Raubüberfall auf eine 52-jährige Frau aus Troisdorf-Sieglar im Januar vergangenen Jahres wohl unaufgeklärt bleiben: Der Mann, der wegen dieser Tat von der Polizei fest-genommen und später von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden war, wurde nun vom Bonner Landgericht freigesprochen.

Die Frau hatte an jenem 20. Januar gerade die Haustür geöffnet, um ihre Einkäufe hineinzutragen, als er plötzlich neben ihr stand: Der ungepflegt wirkende Mann mit der schwarzen Kappe auf dem Kopf bedrohte sie mit einem Schraubendreher und forderte Geld von ihr. Voller Angst zückte sie ihr Portemonnaie und gab ihm einen 50-Euro-Schein, mit dem er sich schleunigst aus dem Staub machte. Sein Opfer alarmierte unverzüglich die Polizei und gab eine detaillierte Personenbeschreibung des Täters. Die Beamten leiteten sofort eine Fahndung ein und stellten einen Kilometer vom Tatort entfernt einen polizei- und justizbekannten 36-Jährigen, der tatsächlich einen zusammengeknüllten 50-Euro-Schein in der Tasche hatte. Dort hatte er auch eine schwarze Kappe, allerdings keinen Schraubendreher, sondern eine kleine Schere. Und er hatte auch keinen Drei-Tage-Bart, wie die Überfallene geschildert hatte, sondern einen kleinen Bart. Aber im Großen und Ganzen passte es.

Was nicht passte: Die Frau erkannte im Angeklagten nicht den Räuber wieder. Doch weil so einiges eben doch für die Täterschaft des 36-Jährigen sprach, landete er auf der Anklagebank vor der 2. Großen Strafkammer - und kam nun frei. Denn die Beweise reichten am Ende nicht aus, zumal auch kein Fingerabdruck des Opfers auf dem beim Angeklagten sichergestellten Geldschein gefunden wurde.

Auf ihn wartet allerdings schon das nächste Verfahren vor dem Landgericht: Diesmal wird ihm ein gewalttätiger Angriff auf seine Freundin vorgeworfen.

General-Anzeiger (03.03.2005)

 

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