¢¢

¢¢

  

Dr. jur. Peter-René Gülpen


Rechtsanwaltskanzlei

 

 
 
 
 
 

               

Rechtsanwaltskanzlei

Dr. jur. Peter-René Gülpen

          

Kirchstraße 11

53840 Troisdorf

                    

Telephon:

02241 / 973 978-0

Telefax:

02241 / 973 978-1

               

Bürozeiten und Termine:

                        

Montag bis Freitag
09.00 - 13.00 Uhr sowie
14.00 - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung

 

 

   

 

 

Presse- und Medienberichte


 

 


Angies Tod im Großbordell noch immer rätselhaft

 

Von Ulrike Schödel

Vor Gericht: der Tod der 37-jährigen Prostituierten mit dem Künstlernamen Angie, die am 27. Juni 2009 mit einem Vorhang stranguliert in ihrem „Arbeitszimmer" in einem Großbordell an der Immenburgstraße gefunden worden war.

 

BONN / SANKT AUGUSTIN - Vor drei Jahren hatten sie sich in einem Bonner Bordell kennen gelernt, der 50-jährige Freier Ludwig L. und die 35-jährige Prostituierte Sara S. (Namen geändert). Später waren sie sogar ein Liebespaar - bis sich ihr Verhältnis über verschwundene Geldbeträge abkühlte und sie nur noch „freundschaftlich" Kontakt hatten. Gestern auf der Anklagebank des Bonner Schwurgerichts würdigte sich das ungleiche Paar - der große, schwere Mann und die feingliedrige Frau aus der Dominikanischen Republik - keines Blickes mehr. Zwischen ihnen steht seit mehr als acht Monaten ein furchtbares Verbrechen, für das sie beide nicht verantwortlich sein wollen: der Tod der 37-jährigen Prostituierten mit dem Künstlernamen Angie, die am 27. Juni 2009 mit einem Vorhang stranguliert in ihrem „Arbeitszimmer" in einem Großbordell an der Immenburgstraße gefunden worden war.

Die Staatsanwältin jedenfalls wirft dem 50-jährigen Kfz-Mechaniker aus Niederpleis Mord aus Habgier sowie schweren Raub vor. Sara S. muss sich seit gestern wegen Anstiftung zum Raub verantworten. Mit dem Tod der 37-Jährigen wollen beide nichts zu tun haben. Allerdings räumten sie gestern ein, dass sie an den Ersparnissen von Angie interessiert waren. Die 37-Jährige soll ihnen selbst erzählt haben, dass sie in den letzten Monaten sehr gut verdient habe. Da das Geld - es soll um 40 000 Euro gehen - „nicht mehr in ihr Portemonnaie passte", soll sie es stets in einer braunen Plastiktüte verwahrt haben, die sie wiederum immer in ihrer Handtasche bei sich getragen haben soll.

 

Auch wussten sie, dass Angie für Ende Juni ein Flugticket in die Dominikanische Republik hatte, wo sie das kleine Vermögen ihrer Familie bringen wollte. Wer von den beiden Angeklagten die Idee hatte, Angie zu berauben, da beschuldigten sie sich gestern gegenseitig. Sara S. erzählte: „Ludwig hat das viele Geld nicht mehr los gelassen." Zwei Wochen vor dem Tod der 37-Jährigen sei der 50-Jährige (der mit rund 80 000 Euro hoch verschuldet ist) zu ihr gekommen und habe sie gefragt, ob sie ihm dabei helfen könne, Angie das Geld abzunehmen.

Saras perfider Vorschlag: Er sollte sich bei der Landsmännin einen Termin geben lassen und ihr etwas mehr Geld zahlen, als sie verlange. Wenn Angie damit dann Getränke hole, könne er sich das Geld nehmen und verschwinden. Auf die Idee, so Sara S. gestern sehr bleich, dass ihre „Freundin" geschlagen und getötet werde, sei sie überhaupt nicht gekommen.

In der Nacht zum 27. Juni stand der Raubplan fest. Wie Ludwig L. gestern von seinem Verteidiger vortragen ließ, hatte er tatsächlich in der Nacht eine Massagestunde bei Angie. Aber die sei „so lieb und nett" zu ihm gewesen, dass er keine Lust mehr gehabt habe, sie zu berauben. „Warum auch sollte ich das tun?" Denn, so seine Version, das eigentliche Interesse an dem Geld habe Sara S. gehabt: „Zeitweilig gab es für sie kein anderes Thema mehr." Er jedenfalls sei nach dem „Schäferstündchen" unverrichteter Dinge gegangen: „Danach habe ich die Frau nicht wieder gesehen", sagte er gestern. Sara S. schickte er eine SMS: Der Plan sei leider schief gegangen. Der Prozess wird fortgesetzt.

 

Quelle: Kölnische Rundschau (02.02.2010)  

 


 

 Presse- und Medien

 

 

 

 

   

 
 
   © Rechtsanwalt Dr. jur. Gülpen, 2008 - 2010