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Presse- und Medienberichte


 

 

 

Anklage wegen Raubüberfall auf Pizzafahrer

 

Von ULRIKE SCHÖDEL  

„Erst habe ich gedacht, einer meiner Freunde macht einen Scherz“, erinnerte sich gestern ein Schüler, der sich als Pizzafahrer sein Taschengeld verdient.

BONN / NEUNKIRCHEN-SEELSCHEID. „Erst habe ich gedacht, einer meiner Freunde macht einen Scherz“, erinnerte sich gestern ein Schüler, der sich als Pizzafahrer sein Taschengeld verdient. „Dann aber war schnell klar, das war eine fremde Stimme, die da Kohle von mir haben wollte.“ Auch sei es kein freundlicher Typ gewesen, der da vor ihm gestanden und ihn mit einer Waffe bedroht haben soll.

Der 20-jährige Abiturient war am Abend des 7. März 2009 gegen 21.30 Uhr Opfer eines Raubüberfalls in Neunkirchen-Seelscheid geworden, als er gerade die Pizzas aus dem Kofferraum holen wollte. Es ging glimpflich aus, denn der Räuber trat überraschend den Rückzug an, als der Schüler erklärte, er habe kein Geld. Plötzlich sprühte der Täter ihm Pfefferspray ins Gesicht, setzte sich in das Pizzataxi und flüchtete.

Der Schüler kannte den Räuber zwar vom Sehen, aber nicht seinen Namen. Als er ihn ein halbes Jahr später erst auf der Straße, dann sogar im eigenen Pizzabetrieb wiedersah, alarmierte er die Polizei.
Wegen versuchter räuberischer Erpressung, schweren Raubes und gefährlicher Körperver-. letzung muss sich der 22-Jährige (Anm.: vertr. d. RA Gülpen) vor dem Bonner Landgericht verantworten. Gestern hat er, der bisher den Raubüberfall bestritten hatte, ein Geständnis abgelegt. Bei dem Überfall, so beteuerte er nun, sei es nicht um Geld, sondern um eine Abreibung gegangen. Sein Freund Alex habe sich an diesem Abend rächen wollen für einen Stress, den er mit dem Chef des Pizzaservice gehabt hätte.

„Aus Freundschaft“ habe er sich darauf eingelassen. Als er aber vor dem jungen Pizzafahrer stand, hätte er selber die Panik bekommen: „Was mache ich hier, der hat mir nichts getan? Von diesem Moment wollte ich nur noch aus der Nummer raus.“ Als „Notlösung“ habe er das Spray eingesetzt, habe sich ins Auto gesetzt und das Weite gesucht. Den Pkw habe er in einem Waldstück abgestellt. Der Angeklagte bestreitet, eine Waffe dabei gehabt zu haben: Mit einer Hand, die in einem dicken schwarzen Lederhandschuh steckte, habe er eine Geste gemacht, als hätte er eine Pistole. Der Schüler jedoch sagte, dass er in den Lauf einer Walther PPK geschaut habe.

 

Quelle:  Kölnische Rundschau (19.03.2010)

 


 

Nur aus Freundschaft Räuber gespielt

Einen sehr bösen Streich“ nannte der Vorsitzende Richter die Falle, in die ein junger Pizzafahrer in Neunkirchen-Seelscheid gelockt worden war. Glück nur für den...

BONN / NEUNKIRCHEN-SEELSCHEID. „Einen sehr bösen Streich“ nannte der Vorsitzende Richter die Falle, in die ein junger Pizzafahrer in Neunkirchen-Seelscheid gelockt worden war. Glück nur für den 22-jährigen Angeklagten, dass er im letzten Moment selber ein Gespür für die, wie er gestand, „furchtbare Dummheit“ bekam. Zwar hatte er den Pizzafahrer, der am
7. März 2009 an eine fingierte Adresse bestellt worden war, bereits mit Pfefferspray besprüht. Aber als der 20-Jährige ihm kein Geld geben wollte, bekam der Angeklagte Panik. Er wollte aus der Nummer wieder herauszukommen und suchte mit einem Auto das Weite. Das Landgericht hat den Angeklagten gestern nur noch wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Ursprünglich war er wegen räuberischer Erpressung und Raubes angeklagt. Davon aber, so die Kammer, sei er strafbe-freiend zurückgetreten. Die Richter glaubten ihm, dass es ihm nicht um einen echten Raub- überfall gegangen sei, ebenso, dass er keine echte Waffe bei sich hatte, sondern mit einer Hand in einem schwarzen Handschuh eine Pistole simulierte. Der Raubüberfall auf den Pizzafahrer, so die Richter, sei noch nicht mal die Idee des Angeklagten gewesen: Ein Freund hatte zuvor „Ärger gehabt“ mit dem Chef des Pizzabetriebs. Da sei an dem Tattag spontan der Plan entstanden, dem Mann eins auszuwischen. Aus „Solidarität mit dem Freund“ hatte der Angeklagte sich bereit erklärt, den „Räuber zu spielen“. Der 22-Jährige hat zudem das Glück, dass der 20-jährige Abiturient, der als Pizzafahrer jobbt, den Überfall einigermaßen gut verkraftet hat. Als Bewährungsauflage muss er dem Opfer 1000 Euro Schmerzensgeld zahlen. (usc)

Quelle:  Kölnische Rundschau (27.03.2010)

 

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