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Presse- und Medienberichte


 

 

 

Verdacht des Kindesmissbrauchs

Von Benjamin Jeschor

Ein ehemaliges Mitglied des Kreistages steht in Siegburg vor Gericht. Dominique O. wird vorgeworfen ein vier Jahre altes Kind mehrfach vergewaltigt zu haben.
Es ist nicht sein erstes Mal auf der Anklagebank.

Siegburg / Bonn - Für die Richterin unerwartet erschien der 37 Jahre alte Dominique O. am Donnerstag, 28. Januar, persönlich im Siegburger Amtsgericht. Zuvor hatte er nämlich angekündigt, krankheitsbedingt nicht zum Prozess kommen zu können. Dominique O., der ehemals für die NPD im Kreistag saß und auch für das rechtsradikale „Bündnis für Deutschland“ politisch aktiv war, sollte sich wegen des Besitzes von Kinderpornographie und unerlaubten Nachstellens, dem so genannten Stalken, vor dem Amtsgericht verant- worten. Ihm wird vorgeworfen, eine 15-Jährige zwischen Januar 2007 und April 2008 immer wieder belästigt zu haben.

So soll der Angeklagte rund 400 Emails und etliche Briefe geschrieben sowie hunderte von Anrufen getätigt haben. Zudem sollen bei einer Hausdurchsuchung im November 2007 insgesamt 47 Dateien mit kinderpornografischem Inhalt auf seinem Computer gefunden worden sein. Wider erwarten nahm der 37-Jährige allerdings doch auf der Anklagebank Platz - allerdings in Handschellen von den Wachtmeistern vorgeführt. Wie sich herausstellte, hatten die Richter der 2. Großen Strafkammer am Bonner Landgericht den Siegburger tags zuvor in Untersuchungshaft nehmen lassen, nachdem die Staatsan- waltschaft Dominique O. in einer weiteren Strafsache angeklagt hatte.

Wie Oberstaatsanwalt Fred Apostel auf Anfrage bestätigte, wird dem ehemaligen Kreis- tagsmitglied vorgeworfen, die anfangs vierjährige Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin zwischen 2001 und 2003 in sechs Fällen schwer sexuell missbraucht zu haben. In Untersuchungshaft genommen wurde er jetzt wegen Verdunkelungs- und Wiederholungs- gefahr: Nach dem Erhalt der Anklageschrift soll er versucht haben, wieder Kontakt zu dem Mädchen, das ihn jetzt belastet hat, aufzunehmen.

Während der 37-Jährige vor dem Amtsgericht keine Angaben zu den Stalking-Vorwürfen und dem Besitz von Kinderpornographie machte und der Prozess vertagt wurde, wird das Verfahren vor dem Landgericht - in dem inzwischen ein psychiatrischer Gutachter eingeschaltet wurde - vermutlich im April beginnen.

In der Vergangenheit hatte sich O. bereits mehrfach vor Gericht verantworten müssen. Für großes Aufsehen hatte seine Verhaftung drei Tage vor der Kommunalwahl im Herbst 2004 geführt. Im folgenden Vergewaltigungsprozess wurde er allerdings Anfang 2005 freige- sprochen. Da bei der damals 20 Jahre alten Belastungszeugin eine Persönlichkeitsstörung festgestellt wurde, hatte die Kammer Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit.

Im September 2006 wurde der Neonazi vom Siegburger Amtsgericht wegen Bedrohung und Körperverletzung zu einer fünfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Damals hatte er zwei jugendliche Mädchen übers Internet kennen gelernt und sie anschließend belästigt und ihnen so große Angst gemacht, dass sich eines der Opfer nicht mehr aus dem Haus traute.

Quelle:  Rhein-Sieg Anzeiger (29.01.2010)  

 

 


Angeklagter soll Vierjährige missbraucht haben

SIEGBURG / BONN. Vier Jahre alt war das Mädchen, als es zu den ersten Übergriffen gekommen sein soll. Als der frühere Lebensgefährte ihrer Mutter jetzt wieder Kontakt zu ihr suchte, brach die Zwölfjährige ihr Schweigen. Die Staatsanwaltschaft Bonn klagt den 27-Jährigen an, von 2001 bis 2003 das Kind in sechs Fällen sexuell missbraucht zu haben und ließ ihn am Mittwoch wegen Verdunkelungsgefahr inhaftieren. Auf ihn wartet ein Verfahren vor der Jugendschutzkammer der Zweiten großen Strafkammer. Aus der Haft wurde er aber zunächst gestern im Amtsgericht Siegburg vorgeführt.

Doch dieser Prozess wegen Besitzes kinderpornografischer Fotos und wegen Stalkings musste vertragt werden, da das Gericht zum ersten Termin die Zeugin nicht vorgeladen hatte. Der Angeklagte hatte nämlich angekündigt, sich kurzfristig krank zu melden und nicht zu erscheinen. Vom Haftbefehl des Landgerichts wurde das Amtsgericht überrascht.

Der frühere NPD-Mandatsträger ist gerichtsbekannt. Er war 2005 wegen Vergewaltigung angeklagt, wurde aber freigesprochen. Die Aussagen der Zeugin, die als Kind missbraucht worden war, wurden nach dem psychologischen Gutachten nicht als hundertprozentig glaubwürdig gewertet. 2006 stand der Gelegenheitsarbeiter erneut vor Gericht. Er hatte minderjährige Mädchen, zu denen er in Internet-Chatrooms Kontakt aufnahm, massiv belästigt und bedroht. Die fünfmonatige Bewährungsstrafe scheint keinen nachhaltigen Eindruck auf ihn gemacht zu haben, denn nach dem gleichen Muster machte er weiter: 400 E-Mails von Januar 2007 bis April 2008 sind aktenkundig, in teils obszönen Briefen und Telefonaten stieg er seinem Opfer nach, nannte als Motive „Liebe“ und „Sucht“.

Der kahl geschorene Angeklagte wollte gestern weder Angaben zur Person machen noch sich zu den Vorwürfen äußern. Er grinste nur breit, als der Staatsanwalt die Inhalte der kinderpornografischen Dateien auf seinem Computer - Titel „Child Lover“ und „Pädo Kiddy“ - verlas. Das Landgericht will nun erstmals einen Gutachter einschalten, der den Geistes- zustand des 27-Jährigen überprüft. (ucs / coh)

Quelle:  Kölnische Rundschau (29.01.2010)

 

 

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