Rechtsanwaltskanzlei

Dr. jur. Peter-René Gülpen

          

Kirchstraße 11

53840 Troisdorf

                    

Telephon:

02241 / 973 978-0

Telefax:

02241 / 973 978-1

               

Bürozeiten und Termine:

                        

Montag bis Freitag
09.00 - 13.00 Uhr sowie
14.00 - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung

 

 

   

 

 

Presse- und Medienberichte


 

 

 

2,7 Millionen Mark verschwunden

Von GABI HOMRIGHAUSEN

GUMMERSBACH. Weil sie im Oktober und November 1998 zahlreiche Investoren aus ganz Deutschland um 2,7 Millionen Mark betrogen haben, wurden vier Männer, darunter der 34-jährige Gummersbacher Claus B. (alle Namen geändert), vom erweiterten Schöffengericht unter Vorsitz von Dr. Peter Sommer zu Bewäh-rungsstrafen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren verurteilt.  

          

Investoren wurden lukrative Kapitalanlagen angeboten, bei denen „kein Risiko, kein Verlust, aber ein hoher Gewinn von bis zu 2000 Prozent Rendite möglich ist“. Die Angeklagten sollten prozentual an den Gewinnen beteiligt werden. Lediglich Einlagen in Höhe von 550 000 Mark aus einem „Wertzuwachsprogramm“ wurden an die Anleger zurückgezahlt. Da kein einziger Geprellter bisher wegen des verlorenen Geldes klagte und einige Anleger sogar bestritten, Geld investiert zu haben, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, „dass es sich um Schwarzgeld handelte“. Richter Ulrich Neef: „Betrüger betrogen wohl die Steuerhinterzieher.“

         

Am Ende eines langen Verhandlungstages - und nach dem Freiheitsstrafen zur Bewährung in Aussicht gestellt wurden - widersprachen die Angeklagten den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft nicht mehr.
Zunächst hatten sie versucht, sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben und jeweils einen anderen als treibende Kraft bezeichnet. Der 49-jährige gelernte Konditor Dietmar A. aus Ennepetal, wegen Betruges vorbestraft und als Drahtzieher der Betrügereien zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verur-teilt, räumte als erster ein, „unrealistische und betrügerische Versprechungen“ gemacht zu haben. „Unser Konzept der Kapitalvermehrung konnte nicht funktionieren". Claus B., der das Verfahren durch eine Selbst-anzeige ins Rollen gebracht hatte, hielt sich für unschuldig. „Ich habe nur auf Weisung von Dietmar A. Transaktionen getätigt.“ Er kassierte eine 18-monatige Bewährungsstrafe. Alfred D. (52), ehemaliges Aufsichtsratsmitglied einer Bank in Münster, „glaubte fest an den Erfolg des Konzeptes“. Neef : ,,So bekloppt sehen Sie gar nicht aus!" Zusammen mit einer alten Verurteilung wegen Betrugs erhielt er ebenfalls eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten. Bernd C., ein 56-jähriger Diplom-Kaufmann aus Nordhausen, der „sehr blauäugig an die Geldvermehrung glaubte“, aber nur zwei Anleger prellte und einen Teil des Geldes zurück-zahlte, kam mit sechs Monaten auf Bewährung davon.

 

Der Verbleib des erschwindelten Geldes bleibt auch nach der Verhandlung ungeklärt.
 

Quelle:  Kölnische Rundschau, 23.03.2004

 

 

 Presse- und Medien

 

 

 

 

   

 
 
   © Rechtsanwalt Dr. jur. Gülpen, 2008