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Presse- und Medienberichte


 

 

60-Jähriger will Schulden mit Schlägen eintreiben

Mildes Urteil für ehemaligen Imbiss-Besitzer vor dem Siegburger Amtsgericht

Siegburg.(eiu) Vor dem Amtsgericht landete am Dienstag der Streit zwischen zwei Geschäftsleuten um eine Imbissbude in Siegburg. Körperverletzung und versuchter Raub lautete die Anklage gegen einen 60-Jährigen und seine Ehefrau. Das Paar hatte am 4. Oktober 2005 versucht, gewaltsam bei einem 50-Jährigen Schulden in Höhe von 20 000 Euro einzutreiben. Gut gelaufen sei sein Imbiss, so der 60-jährige am Dienstag. Er habe "viel Geld rein gesteckt" in den Laden. Von 1998 bis 2004 führte er das Geschäft und verkaufte es dann an den 50-Jährigen. Als Preis wurden 50 000 Euro vereinbart. Der Käufer legte allerdings eine fragwürdige Zahlungsmoral an den Tag, so dass die Angelegenheit schon einmal vor Gericht landete.

Das entschied: 10 000 Euro musste der 50-Jährige ans Finanzamt zahlen, weil der Ex-Besitzer dort Schulden hatte, 40 000 Euro sollten direkt an den 60-Jährigen gehen. 20 000 Euro zahlte der 50-Jährige im Juni 2004, blieb den Rest aber schuldig. Der 50-Jährige behauptete, er habe 15 000 Euro an den Sohn des 60-Jährigen gezahlt, was der aber bestritt. Da den 60-Jährigen selbst die Schulden drückten und er erfahren hatte, dass der 50-Jährige den Imbiss weiterverkauft hatte, lauerte er ihm am 4. Oktober 2005 gemeinsam mit seiner Ehefrau auf. Aus dem verbalen Streit wurde schnell eine handfeste Rangelei, bei der das Ehepaar den 50-Jährigen zu Boden riss und so lange mit Fausthieben traktierte, bis Passanten die Streithähne trennten. Der 50-Jährige erlitt Prellungen im Gesicht und am Kopf. "Wir haben ihn nicht bestehlen wollen. Wir sind keine Straßenräuber. Wir wollten unser Geld zurück und ihn durchsuchen, weil mir zu Ohren gekommen war, das er immer Waffen bei sich trägt", sagte der Angeklagte. Der angeklagte Raubversuch ließ sich am Dienstag nicht nachweisen, weil Aussage gegen Aussage stand.

So stellte Richter Henning Banke das Verfahren gegen das Ehepaar ein. Allerdings gegen die Auflage, dass von den Schulden des 50-Jährigen 2 000 Euro als Entschä-digung für die erlittene Unbill abgezogen werden. Banke riet dem 60-Jährigen abschließend: "So dürfen Sie keinesfalls ihre, wenn auch berechtigten Forderungen durchsetzen. Die sollte besser ein Gerichtsvollzieher eintreiben".

Quelle:  General-Anzeiger (22.03.2006)

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